Die Methode
Lern die Sprache, nicht die App.
Noventa beruht auf einer einfachen Idee: Du musst nicht alles lernen. Du musst das Richtige in der richtigen Reihenfolge lernen und es dann mit echten Menschen benutzen. So funktioniert das, ganz ohne Fachchinesisch.
DiSSS: was du lernst und wann
Vier Fragen bestimmen den Inhalt jedes Kurses.
Was sind die Bausteine?
Bevor du irgendetwas lernst, übersetzt du eine Handvoll kurzer Sätze und schaust, was sich verändert: Satzbau, Geschlecht, Fälle, Verbendungen, wo Pronomen landen, wie Fragen und Verneinung funktionieren. Nach Tag 1 weißt du, wo die Sprache für dich leicht ist und wo sie schwierig wird.
Welche 20 % bringen 80 %?
Rund 100 Wörter machen die Hälfte von allem aus, was Menschen sagen; etwa 1.000 decken den Großteil des Alltags ab. Also lernst du die rund 1.000 häufigsten Wörter der Zielsprache, gemessen an ihren eigenen Texten und Gesprächen. Funktionswörter und die wichtigsten Verben zuerst.
In welcher Reihenfolge?
Reihenfolge schlägt Menge. Erst die Laute. Dann die „Zauberverben“: wollen, können, müssen, werden plus Infinitiv. Damit sagst du als Anfänger hunderte Sätze, ohne ein einziges Verb zu konjugieren. Dann Gesprächskleber („Wie sagt man…?“, „Langsamer, bitte“). Grammatik erst, wenn dein nächster Satz sie braucht.
Warum ziehst du es wirklich durch?
Gute Vorsätze sind in Woche drei verflogen. Echte Verabredungen nicht: ein fix gebuchtes Gespräch pro Woche mit einem echten Menschen, ein fester Zeitslot jeden Tag, Meilensteine an Tag 30, 60 und 90. Und ja: Wer für etwas bezahlt, zieht es eher durch.
Tag 1 in der Nussschale
Ein paar der dreizehn Zerlege-Sätze, auf Spanisch. Jeder zeigt eine Regel, die du tausendfach brauchen wirst.
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La manzana es roja.
Nomen haben ein Geschlecht (und nicht immer dasselbe wie im Deutschen); Adjektive stehen dahinter und passen sich an.
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Le doy la manzana a John.
Das Subjektpronomen fällt weg, die Verbendung sagt, wer.
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Quiero dársela.
Objektpronomen hängen sich an den Infinitiv.
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No puedo comer la manzana.
Verneinung: einfach „no“ davor.
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He comido la manzana.
Das Perfekt funktioniert fast wie im Deutschen, nur ohne Satzklammer.
Vier Verben, hunderte Sätze
Mit quiero, puedo, tengo que und voy a plus beliebigem Infinitiv redest du schon an Tag 3 über Wünsche, Fähigkeiten, Pflichten und Pläne, ganz ohne Konjugationstabelle.
CaFE: wie es hängen bleibt
Zu wissen, was du lernst, ist die halbe Miete. Die andere Hälfte: es zu behalten.
Verdichten
Was nicht auf eine Seite passt, ist nicht dicht genug. Dein Spickzettel fasst die ganze Grammatik der Sprache auf einer Seite zusammen. Version 1 an Tag 7, erweitert an Tag 30, 60 und 90.
Wiederholen
Die kleinste wirksame Dosis, jeden Tag: etwa 25 Minuten. Spaced Repetition entscheidet, wann ein Wort wiederkommt, Wiederholungen kommen immer zuerst, 10 bis 12 neue Wörter pro Tag. Leichte Tage halten den Rhythmus, ohne dass du ausbrennst.
Verankern
Jedes neue Wort hängt an etwas, das du schon hast: verwandte und ähnlich klingende Wörter aus deiner Sprache, eine starke Eselsbrücke, ein Beispielsatz aus dem echten Leben und deine eigene Stimme, die es laut sagt.
Drei Fragen vor Tag 1
Lohnt es sich?
Warum willst du diese Sprache? Deine Antwort trägt dich durch Woche fünf.
Wie schwer ist es für mich?
Was ist nah an deiner Sprache, was bekommst du geschenkt, was ist wirklich neu.
Was ist der kürzeste Weg?
Welche Abkürzungen es für diese Sprache gibt, und für Leute mit deiner Muttersprache.
Vier Phasen. Am Ende ein echtes Gespräch.
Jedes Kästchen ist ein Tag. Jeder 7. Tag ist leichter und hat eine Mission in der echten Welt. Tag 30, 60 und 90 sind Meilensteine.
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1. Zerlegen
Erst auseinandernehmen, dann lernen: Laute, die vier Zauberverben, Gesprächskleber und all die Wörter, die du schon kennst. Spickzettel v1.
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2. Fundament
Grundgrammatik in der Reihenfolge, in der du sie brauchst, dazu Alltagsszenen: Café, Wegbeschreibung, Smalltalk. Tag 30: zwei Minuten über dich selbst.
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3. Aufbau
Über Vergangenheit und Zukunft reden, Meinungen sagen, die kniffligen Paare meistern. Tag 60: eine 5-Minuten-Geschichte für deinen Tutor.
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4. Flow
Nuancen, Redewendungen, echte Podcasts und Serien. Tag 89: 30 Minuten Gespräch, nur in deiner neuen Sprache.
Was „gesprächsfähig“ bei uns heißt
An Tag 89 setzt du dich 30 Minuten mit einem Tutor oder Tandempartner zusammen, komplett in deiner neuen Sprache: wer du bist, was du gemacht hast, was du vorhast, was du denkst. Du wirst Fehler machen. Du redest trotzdem weiter. Genau dafür ist das ganze Programm gebaut.
Probier es selbst.
Tag 1 ist Zerlegen. Er dauert 25 Minuten, und danach schaust du anders auf die Sprache.
7 Tage gratis starten